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Das ist
sie. Die Bloukrans bridge. 50 billionen Tonnen
schwer. Das hab ich mir ausgedacht. Sie ist
jedenfalls tatsächlich 216 Meter über der
Erde.
Dieser Eintrag macht mich
zugegeben leicht nervös. Ich hab ihn schon
diverse Male in meinem Kopf aufgebaut und
heute habe ich die Zeit gefunden…eher mir dir
Zeit genommen, da Zeit eine magere Ressource
für mich im Moment ist, ihn zu schreiben.
Seit ich einmal mit Julia
gesprochen habe über Ihre Erlebnisse in
Südafrika hat sich in meinem Kopf mein
persönlicher weißer Wal herauskristallisiert.
In Form dieser Brücke. Ich habe auch permanent
Leute vollgelabert, dass ich das „unbedingt
machen muss“ und dass sie mich „zur Not
einfach runter schubsen“ sollen.
Wie das Leben nun mal so ist,
machte sich schließlich, am 20.Februar 2010,
eine kleine Gruppe tapferer Gefährten auf eine
gefährliche Reise durch die Steppen und Berge
Afrikas, entlang der Küste.
Nach vielen, gefährlichen
Wochen (ca….3 Stunden) in einem winzigen,
langsamen aber treuen Gefährt kam die kleine,
tapfere Gruppe irgendwann an der
Schicksalsbrücke an.

Tapfere, kleine Gruppe (v.
Links: Typ den wir da getroffen haben…ich
glaub…Philipp…, Moi, Simon, Flo, Dani, Anna,
Conny und Bea macht das Foto)

Treues Gefährt mit Simon,
Flo und meinem rechten Fuß (links im Bild)
Nun also wieder zum
essentiellen.
Wir waren also an der
Schicksalsbrücke. Dort geben viele Menschen am
Tag, den Leuten an der Kasse Geld damit sie
ihnen ein Seil umbinden um sie dann von einer
Brücke zu schubsen. Solche Idioten.

Wir, wesentlich klüger als
alle anderen, haben uns aus modischen Gründen
diese lustigen Dinger umbinden lassen.
Nachdem wir nun modisch
gerüstet waren, trieb man uns wie Vieh über
diesen überaus sicheren „Catwalk“ wie er
genannt wird.

Ja, man sieht durch ein
Gitter unter den Füßen den Boden….
Nach links hatten wir folgenden
schönen Ausblick

Und nach rechts sah es
ebenfalls sehr wenig angstmachend aus

Doch langsam wurde es ernst.
Die kleine Tapfere Gruppe war schon am Ziel,
wo sie weitere Menschen traf, die sie modisch
nachmachten.

Und dann kam der Moment der
Wahrheit der die Welt für immer verändern
sollte. An Dramatik kaum zu überbieten. Einer
nach dem anderen standen meine Gefährten an
der Kante der höchsten Bungeebrücke der Welt.
Und irgendwann…hm…stellt euch
in diesem Moment am besten dramatische Musik
vor… hüpfte ich flankiert von den sehr
freundlichen und psychologisch wahrscheinlich
gut ausgebildeten Mitarbeitern der Bloukrans
bridge selbst richtung Kante. (Das ist
übrigens keine Ironie. Die sind wirklich
super.)
Und um denkwürdige Uhrzeit
stand Daniel Richard Bogacki, der nicht einmal
auf einem 5-Meter Turm in seinem Leben stand,
hier:

In der Luft.
Wenige Sekunden später war er
dann hier:

Und nach einer gefühlten halben
Stunde, die angeblich an die ca. 17 Sekunden
anhielt, war er dann hier.

Es ist schwierig zu beschreiben
was einem durch den Kopf geht. Der wirkliche
Schockmoment ist an der Kante. Und dann gehts
hinter dir schon 54321BUNGEEEEEE und du
springst. Die Gesichtszüge sind mir vollends
entglitten. Dann gings in meinem Kopf nur noch
JAAAA GESCHAFFT IN DEIN GESICHT WEIßER WAL!!!!
Dann kommt man unten an, sieht die Erde kommen
und wird nach unten ausgestreckt. Schreit sehr
laut, weil man sich so freut, in sehr
männlichen Tonlagen.
Ein krasser Moment ist dann
wieder die Sekunde, wo man nach oben pendelt
und kurz in der Luft hängt und nichts
passiert. Die Erde steht still. Und dann gehts
wieder abwärts.
Irgendwann, und ich könnte
schwören es waren mindestens 15 Minuten,
baumel ich über den Bäumen. Das Blut schießt
einem in den Kopf und mein Gehirn funktioniert
mit 180 km/h. Ich hatte das Gefühl kopfüber
über der Erde in ca. 170 Meter Tiefe hängend
könnte ich 17 Lieder schreiben und die
Probleme der Welt lösen. Hielt leider nur
wenige Sekunden an, da ich dann das vertraute,
langsame rutschen meines Fußdings verspürte
und die Füße anwinkelte, um das Gefühl zu
umgehen, ich würde rausfallen. Störte die
Welteroberungsatmosphere aber nur bedingt.
Ein bisschen erleichtert war
ich dann doch als „Spiderman“ mich wieder
hochzog.
Ich suche noch einen würdigen
Abschluss aber ich versuche es einfach mal so:
Dieses Gefühl ist einfach nicht
in Worte zu fassen und definitiv in den Top 3
Dingen die ich je gemacht habe. Ich bin
unglaublich froh, dass ichs wirklich geschafft
habe da ich es mir unfassbar fest vorgenommen
hatte. Ich würde es jederzeit wieder tun,
eigentlich hatte ich direkt danach sogar Lust
nochmal runterzuspringen. Es ist wirklich
jedem zu empfehlen, da es kein vergleichbares
Gefühl gibt. Einfach einzigartig. Und ja, es
hat tatsächlich meine leichte Höhenangst
eingeschränkt hab ich das Gefühl :).
Recovery
Sehr stolz und mit dem Wissen,
dass die Welt in besseren Händen ist, gönnten
sich die Gefährten eine wohlverdiente Pause an
einem weiteren ultraschönen Ort Südafrikas.
Ich glaub es war der Tsitsikama Park oder so
ähnlich.
Sie waren sich jedoch nicht
sicher, ob sie die 28(2,80 €) Rand investieren
sollten und mussten sich beraten.

Aber Gott sei Dank sind sie
reingefahren. Denn was sie hinter der Kurve
erwartete war…

Dieser Ausblick
Oder auch

Dieser Ausblick

Simon und Ich auf der Insel

Das hier ist übrigens Flo.
Als ich gerade aus dem Wasser kam stand er am
Strand und guckte verträumt in die Wellen. Ich
setzte zu einem Satz an und sagte: „Flo…grad
hab ich wieder gedacht…“ und er stieg einfach
in den Satz ein und sagte „…alles richtig
gemacht“.
Im Hintergrund stehen Anna
und Bea.
Um uns nochmal endgültig für
all die Errungenschaften des Tages zu feiern
aßen wir vor unserem Blick.

So. Ich hoffe überhaupt jemand
liest sich das überhaupt durch, denn es wurde
viel länger als überhaupt erwartet ^^.


Wenn es jemand schafft ohne
einzuschlafen freu ich mich, wie immer, über
jeglichen Kommentar!
Der nächste Beitrag folgt mit
Sicherheit früher.
El Danny. |